Archiv des Autors: Birgit Schulze

Neue zwei- und vierbeinige Erdlinge auf dem Erdlingshof!

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Liebe Freundinnen und Freunde des Erdlingshofes,

die letzten Wochen waren sehr turbulent, denn auf dem Erdlingshof konnten wir viele Neuankömmlinge begrüßen.

Miaund Dino_WeideWir freuen uns über Mia und Dino, zwei Haflinger, die unsere Pferde- und Rinderherde bereichern.

Die Beiden wurden früher für die Zucht und zum Reiten genutzt und unter katastrophalen Zuständen gehalten.

Dem Lebenshof Tieroase Stefanshof e.V. gelang es mit Hilfe des Veterinäramtes und der Polizei, sie zu befreien. Da der Stefanshof weit über 100 Schützlinge zu versorgen hat und alle Versuche, Mia und Dino zu vermitteln, bisher gescheitert waren, wurden wir um Unterstützung gebeten. Und so machten wir uns mit unserem neuen Anhänger auf den Weg und holten sie zu uns auf den Erdlingshof.

Hennen_klAuf dem Erdlingshof zogen nach Dino und Mia noch elf gerettete Legehennen ein. Sie stammen aus einer Bodenhaltungsanlage, wo sie unter lebensverachtenden Zuständen gefangen gehalten wurden.

Die Retter berichteten uns von kranken Hühnern, die kaum noch Federn hatten und in völlig überfüllten fensterlosen Ställen leben müssen. Auch tote Tiere lagen achtlos auf dem Boden herum – für sie kam leider jede Hilfe zu spät.

Luisa_klAls wir die Transportboxen auf dem Erdlingshof entgegennahmen, blickten uns völlig verängstigte Hühner an. Zum ersten Mal in ihrem Leben sahen sie Tageslicht, denn in dem Stall, aus dem sie kommen, gibt es nur künstliches Licht. Viele von ihnen hatten kotverklebtes Gefieder und viel zu lange Krallen. Sie waren von Würmern und Milben befallen und wie bei allen Legehennen in der

Massentierhaltung wurde ihnen die Schnabelspitze abgeschnitten. Wir hoffen, dass sie sich jetzt langsam erholen werden und zusammen mit den anderen geretteten Tieren ihr Leben auf dem Erdlingshof genießen können.

Sowohl Mia und Dino, als auch die elf gackernden Ladies brauchen jetzt Patinnen und Paten, damit die dauerhafte Unterbringung auf dem Erdlingshof gesichert ist.

Das Patenschaftsformular finden Sie auf unserer Webseite.
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Im März waren wir mit unserem Infostand gleich zweimal unterwegs. In Dettelbach bei Würzburg waren wir anlässlich des Vegan-Days in einem großen Kino vertreten und in Berlin haben wir den 2. Geburtstag des Veganz an der Warschauer Straße mitgefeiert.

Ich wünsche Ihnen schöne und tier- freundliche Ostertage!

Ihr
Johannes Jung
vom Erdlingshof

Der neue Tiertransporter ist da!

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Liebe Freundinnen und Freunde des Erdlingshofs,

heute freuen wir uns, Ihnen unseren schicken neuen Tiertransporter vorstellen zu können, den wir vor einigen Tagen bekommen haben.

AnhaengerDank der großartigen Unterstützung des Stuttgarter Restaurants Körle & Adam und dessen Gästen konnten wir den gebrauchten Transporter anschaffen und bedrucken lassen. Diesen benötigen wir, um kranke Tiere in die Tierklinik zu transportieren und Tierrettungen durchführen zu können.

Den ersten Einsatz hat der Transporter bereits hinter sich, denn wir haben damit die Pferde Dino und Mia abgeholt. Mehr über die beiden Haflinger werden Sie schon bald von uns erfahren.

Das Tiermagazin „Ein Herz für Tiere“ hat in der aktuellen Ausgabe in einem doppelseitigen Artikel über den Erdlingshof berichtet.

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Die Journalistin Melanie Bäumel-Schachtner beschreibt darin den Erdlingshof als Paradies für Tiere und Menschen und hat schöne Aufnahmen vom Hof und den Tieren gemacht.Den sehr gelungenen und herzlichen Bericht finden Sie auf unserer Webseite.

 

In der letzten Ausgabe hatten wir Ihnen berichtet, dass es Jonny sehr schlecht ging. Leider Jonny3mussten wir zwischenzeitlich Abschied von ihm nehmen, denn sein Zustand hat sich ständig verschlechtert. Wir haben mehrere Tierärzte zu Rate gezogen, aber die Behandlungen zeigten keinen Erfolg.

Als er zuletzt auch das Essen und Trinken ganz verweigert hat, haben wir ihn gehen lassen. Jonny ist jetzt für immer von seinen

Schmerzen erlöst und wird in unseren Herzen weiterleben!

Johannes_TreckerFür die Bereicherung des Teams sucht der Erdlingshof aktuell eine/n Bundesfreiwillige/n (Vollzeit) für mindestens sechs Monate. Wenn unser Stellenprofil auf Sie zutrifft, würden wir uns sehr über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen freuen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wenn Sie Fragen haben. Sie erreichen uns unter info@erdlingshof.de.

 

Ihr
Johannes Jung
vom Erdlingshof

Das neue Auto ist da!

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Liebe Freundinnen und Freunde des Erdlingshofs,

wir haben es geschafft – der Erdlingshof hat ein „neues“ Auto!

Auto_DankeEnde Dezember starteten wir den Aufruf, dass wir Unterstützung für die Finanzierung eines PKW benötigen, da unser bisheriges (geliehenes) Auto ohne die dringend notwendigen, aber sehr kostenintensiven Reparaturen den nächsten TÜV nicht überstehen würde. Daher waren wir gezwungen, uns nach einem anderen Fahrzeug umzusehen.

Durch die Kampagne hat sich sehr kurzfristig ergeben, dass wir von großzügigen Spenderinnen aus München einen Audi Quattro geschenkt bekommen haben. Der Wagen hat Allradantrieb und Anhängerkupplung, was für uns wichtig ist, damit wir Tierrettungen durchführen und die Höhenmeter des Bayerischen Waldes gut bewältigen können.

Da das Fahrzeug schon weit über zehn Jahre alt ist, sind auch hier Reparaturen erforderlich. Die Spenden, die aufgrund der Kampagne eingegangen sind, reichen wahrscheinlich aus, um die anstehenden Reparaturkosten damit ausgleichen zu können.

Ebenfalls noch im letzten Jahr  fand eine große Charity-Veranstaltung mit Gabriele Busse zu Gunsten des Erdlingshofes statt. Die Kabarettistin spendete alle Einnahmen ihres Auftritts inkl. veganem Buffet dem Erdlingshof. Die stolze Summe von zweitausend Euro kam zusammen und wurde uns persönlich von der Künstlerin überbracht.
Die niederbayerische Presse besuchte uns anlässlich der Spendenübergabe und berichtete sehr positiv darüber. Den Zeitungsartikel finden Sie auf unserer Webseite.

Jonny und FlorianZurzeit machen wir uns Sorgen um Jonny, dem ältesten auf dem Erdlingshof lebenden Schaf.
Jonny hat altersbedingte, gesundheitliche Probleme und hinzu kommt eine akute Blasenentzündung. Deshalb trägt er eine Decke und wird momentan auch tierärztlich behandelt.

Da Jonny gerade etwas mehr Ruhe braucht, schläft er nachts bei den Gänsen in deren Haus. Dort ist er gern und hält sich auch meist tagsüber in der Nähe auf. Manchmal macht er am Tag einen Abstecher zu den Ziegen und Schafen, kehrt aber danach auch von allein zum Gänsehaus zurück.

Auf dem Bild oben sehen Sie Jonny mit Florian, der ihm gerade einen Besuch abstattet.
Das untere Bild zeigt Pfiffikus bei dem Versuch, dem Schneemann seine Karottennase zu klauen.

Pfiffi und der SchneemannZum Abschluss möchte ich mich im Namen der Erdlinge bei allen bedanken, die uns in den letzten Wochen und Monaten bei der Umsetzung unserer Ziele geholfen haben.

Durch Sie sind wir in der Lage, schon bald weitere Tiere aufnehmen zu können, wovon wir Ihnen in der nächsten Ausgabe berichten werden. So viel können wir Ihnen schon verraten: Es werden u. a. zwei Pferde dabei sein.

 

Herzliche Grüße vom Erdlingshof

Ihr
Johannes Jung

Eine Geschichte mit einem wahren Happy End auf dem Erdlingshof (3/3)

Ferkel_3Im dritten und letzten Teil erfahren Sie heute, wie der neue Erdlingshofbewohner gerettet wurde.

Als „Ferkel Nummer 0187“ achtundzwanzig Tage alt wurde, erlebte es den traurigsten Tag seines Lebens. An diesem Tag gingen die Stalltüren auf und es hörte die lauten Geräusche eines LKW.

Seine Mutter fing sofort an unruhig zu schreien und versuchte sich mit aller Kraft aus ihrem eisernen Käfig zu befreien, denn sie wusste noch genau was mit ihren vorigen Kindern passierte, als der LKW kam.

„Ferkel Nummer 0187“ bekam große Angst und versuchte sich unter seiner Mutter zu verstecken. Seine Mutter kämpfte so sehr und versuchte den Käfig, in dem sie sich kaum rühren konnte, mit aller Kraft zu durchbrechen. Doch ihr Kämpfen half nichts – gegen die Eisenstangen hatte sie keine Chance.

Wie auch seine Geschwister und all die anderen kleinen Ferkel im Stall wurde „Ferkel Nummer 0187“ vor den Augen seiner Mutter gepackt und den langen Flur entlang Richtung LKW getrieben. Seine Mutter wusste, dass sie ihr Kind nie wieder sehen würde und schrie und tobte vor Schmerz.

Kaum waren alle Ferkel auf dem LKW, setzte sich dieser auch schon in Bewegung. Sie hatten große Angst und drängten sich dicht zusammen, sie waren den Temperaturunterschied nicht gewohnt und froren sehr. Nach vielen Stunden Kälte auf der Autobahn kamen sie in einen Mastbetrieb. Dort wurden sie wieder vom LKW herunter getrieben und eingesperrt.

In dem großen Gedränge hatte „Ferkel Nummer 0187“ seine Geschwister verloren. Jetzt fehlte ihm nicht nur seine Mutter, sondern auch seine Geschwister. Trauer und Langeweile quälten ihn, während er stundenlang auf dem harten Betonboden lag, von dem er wunde Stellen bekam.

Schon nach wenigen Tagen musste „Ferkel Nummer 0187“ seine Reise weiter fortsetzen, diesmal musste er aber den Weg ganz allein gehen. Er wurde in eine kleine Kiste gepackt und hatte dabei Todesangst, denn er wusste nicht, was die Menschen mit ihm vorhatten.

„Ferkel Nummer 0187“ landete als Überraschung auf einem Geburtstagstisch. Jedoch konnte es dort nicht bleiben und so sollte es wieder zu dem Mastbetrieb zurück, was sein sicheres Ende als Spanferkel bedeutet hätte.

Doch „Ferkel Nummer 0187“ hatte Glück: Die Beschenkte hatte ein großes Herz und wollte nicht, dass es getötet wird. Sie kämpfte um das Leben des kleinen Ferkels und so kam es dazu, dass es auf den Erdlingshof kam. Hier lebte es sich gut ein und fand in Totoro, Prinz und Bonnie schnell neue Freunde. Auf dem Erdlingshof hat „Ferkel Nummer 0187“ ein sicheres Zuhause gefunden und kann dort bis an sein Lebensende bleiben! Ein seltenes Glück für ein Lebewesen, das als sogenanntes Nutztier mit einer Nummer geboren wurde.

 

Bildquellen:
Patrick Sabatkiewicz (flickr) o.l.
Johannes Jung (Bild aus einer Mastanlage) o.r.
Erdlingshof (das neue Zuhause des kleinen Erdlings)

Eine Geschichte mit einem wahren Happy End auf dem Erdlingshof (2/3)

Galerie_fuer_WebseiteHeute erfahren Sie im zweiten Teil, wie es dem neuen Erdlingshofbewohner in den ersten Tagen seines Lebens erging und was er durchmachen musste.

“Ferkel Nummer 0187” fühlte sich bei seiner Mutter sicher und geborgen. Es wusste, dass sie ihn beschützen würde, denn sie liebte ihre Kinder. Vergnügt spielte es mit seinen Geschwistern und sie fühlten sich wohl. Doch plötzlich konnte man hören, wie sich die Stalltür öffnete und Menschen den Stall betraten. Die Mutter der kleinen Ferkel begann unruhig zu rufen und die Kinder hatten große Angst, denn so hatten sie ihre Mutter noch nie erlebt.

“Ferkel Nummer 0187” hörte auch ein immer näher kommendes Quieken von den anderen Ferkeln, die förmlich um ihr Leben schrien. Schließlich näherte sich einer der Menschen, packte das kleine Ferkel mit seiner großen Hand und riss es in die Höhe.

Voller Panik schrie es so laut es konnte nach seiner Mutter. Diese antwortete zwar, konnte ihm aber nicht helfen, denn so sehr sie auch wollte, sie war in ihrem Eisenkäfig gefangen. Auch die Geschwister des kleinen Ferkels gerieten in Panik, denn was nun folgte, war an Grausamkeit und Schmerz kaum zu überbieten:
Bei vollem Bewusstsein wurden die kleinen Ferkel kastriert, bei vollem Bewusstsein wurden ihnen die Eckzähne abgeschliffen und bei vollem Bewusstsein wurden ihnen die kleinen rosa Ringelschwänze mit einem heißen Eisen abgetrennt.

“Ferkel Nummer 0187” wurde schließlich wieder zu seinen Geschwistern und zu seiner Mama geworfen. Doch es wollte nicht mehr spielen, zu stark waren die Schmerzen und sein ganzer Körper zitterte. Als der Schock etwas nachließ, stand es auf wackeligen Beinen und suchte durch die Eisenstäbe hindurch Trost bei seiner Mutter. Sie war immer noch ganz unruhig und rief nach Ihren Kindern. “Ferkel Nummer 0187” und seine Geschwister schmiegten sich zusammen an ihre Mama, die sie mit ihrem warmen Körper und leisen Rufen etwas beruhigen konnte.

Noch lange war der ganze Stall von Angst und Schrecken erfüllt. Erst als am Abend die Stalltür zuschlug und die Menschen den Stall verließen, kehrte Ruhe ein. Vereinzelt hörte man noch ein leises Wimmern. Auch „Ferkel Nummer 0187“ hatte noch große Schmerzen und konnte nicht schlafen.

Weiter zu Teil III

Bildquellen:
Deutsches Tierschutzbüro
Absinthias (flickr)
Erdlingshof