Die Schafe

In Deutschland werden Schafe inzwischen weniger wegen ihrer Wolle, sondern überwiegend für die Fleischproduktion gehalten. Ein kleinerer Anteil der Betriebe hält Schafe auch für die Milcherzeugung, ein Nischenmarkt. Lt. Destatis gab es Ende 2025 in deutschen Betrieben rund 1,5 Millionen Schafe. Wolle wird überwiegend aus Ländern wie Neuseeland oder Australien importiert. Das sog. Mulesing ist eine grausame Methode der Wollgewinnung dort.

Auf dem Erdlingshof haben alle geretteten Schafe ein Leben ohne Ausbeutung vor sich und niemand muss mehr einen Nutzen erbringen. Unsere Schafe bewohnen ganzjährig eine große Wiese mit einem tollen Kletterhügel und können sich bei schlechtem Wetter oder wenn sie Ruhe möchten, in ihr großes Haus zurück ziehen. Den Kletterhügel nutzen sie auch gerne zum Liegen und genießen dabei den schönen Ausblick.

 


 

Rubi und Finn

Zwei junge Kamerunschafe büxten aus ihrem alten Zuhause aus und ließen sich nicht mehr einfangen. Sie liebten ihre neue Freiheit und versteckten sich in einem alten Steinbruch. Wenn sie Hunger hatten, machten sie Ausflüge und streiften durch angrenzende Wiesen und Felder, wo sie genug Nahrung fanden.

Da alle Einfangversuche des Besitzers scheiterten, wurde ein Jäger beauftragt, sie zu schießen. Tierliebe Anwohner wollten dies aber verhindern. Sie hatten die beiden Schafe des Öfteren von weitem beobachtet und in ihr Herz geschlossen. Sie sprachen mit dem Besitzer, ob er die zwei Schafe an sie abtreten würde, wenn es ihnen gelänge, sie einzufangen. Dieser erklärte sich damit einverstanden.

Da sich die Schafe ganz in unserer Nähe befanden, wurden wir zur  Hilfe gerufen, die beiden zu retten. Wir machten vor Ort eine Besichtigung und fanden die zwei sogar relativ schnell, obwohl sie durch ihre Fellfarbe sehr gut getarnt waren. Als wir schließlich alle Gegebenheiten kannten, machten wir einen Plan.

Finn (links) und Rubi in „ihrem“ Steinbruch

Da Schafe Regen nicht so gern mögen und es im Steinbruch keinen Unterschlupf gab, vermuteten wir, dass sie bei Starkregen einen dort in der Nähe stehenden Schuppen aufsuchen würden, um sich zu schützen. Der Schuppen wurde also zu einer Falle umgebaut und tatsächlich funktionierte der Plan. Bereits nach wenigen Tagen bekamen wir den Anruf, sie seien in der Falle und wir sollten so schnell wie möglich kommen. Da die zwei Schafe sehr scheu waren, mussten wir noch einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit sie bei der Einfangaktion nicht wieder ausbrechen. Zum Glück klappte alles reibungslos, obwohl wir in die Dunkelheit hinein gerieten und wir konnten mit den beiden Schafen, die wir Rubi und Finn getauft haben, in ihr neues Zuhause auf den Erdlingshof fahren.

Sie können Rubi und Finn mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Heidi

Heidi hat ihr neues Zuhause bei uns gefunden. Der ehemalige Besitzer wollte sie über Kleinanzeigen verkaufen, aber aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters von 8 Jahren wollte sie niemand haben, selbst nicht zum Schlachten. Der Besitzer wollte das auch nicht tun. Somit war für Heidi das Alter ein Segen und es wurde bei uns angefragt. Leider ist sie aktuell sehr schlecht zu Fuß. Die Diagnose vom Tierarzt liegt vor: schwerste Arthrose im rechten Knie. Wir überlegen fieberhaft, was wir für sie tun können. Für Hunde gibt es bei solchen Fällen künstliche Kniegelenke. Wir schauen, ob das auch für Heidi gemacht werden kann.

Sie können Heidi mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Klara

Klara wurde im Mai 2023 nach einer ca. 10-tägigen Einfangaktion in ihr neues Zuhause zu uns auf den Erdlingshof gebracht.

Klara lebte bis zu diesem Tag in einem Wäldchen. Beim Verladen war sie mit mehreren Schafen ausgebrochen. Bis auf zwei Schafe konnten alle wieder eingefangen werden, die beiden überließ man ihrem Schicksal. Sie lebten zunächst gemeinsam im Wald, bis Klaras Freundin von einem Auto erfasst wurde und starb. Von da an war Klara ganz allein. Fast. Es gab einige Damhirsche, die ihre Freunde waren und eine Menschenfreundin, die Klara im Wald fand und die sie jeden Tag zweimal fütterte. Klara kam, sobald die Frau nach ihr rief.

Aber sie war dennoch zu scheu, um sie einfangen zu können. So wurden wir angefragt. Mit einer Fanganlage und Lauser als Lockschaf konnten wir Klara zum Glück einfangen. Bei uns hat sie viele neue Freunde gefunden. Auch ihre Menschenfreundin kommt sie auch noch regelmäßig besuchen.

Klara ist übrigens wie auch Lauser ein Kamerunschaf – ein sogenanntes Haarschaf. Haarschafe sind nicht auf Wollproduktion gezüchtet und können ihr Fell noch selbstständig wechseln, so wie es eigentlich natürlich ist. Klara muss also nicht geschoren werden.

Sie können Klara mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Lauser

Lauser wurde vermutlich ausgesetzt, hatte aber Glück und wurde von der Polizei aufgefunden und vorübergehend zu einem Schäfer gebracht. Leider ist er total fehlgeprägt auf Menschen, da er vermutlich von Menschenhand groß gezogen wurde. Der Schäfer wollte ihn nicht behalten und so wurde Lauser zur Tieroase Stefanshof vermittelt, wo er liebevoll aufgepäppelt wurde.

Da Lauser in der dortigen Herde keinen Anschluss fand, er aber dringend unter Artgenossen leben sollte, hat die liebe Helga ihn zu uns gebracht.

Lauser bei uns seinen Platz in der Schaffamilie gefunden. Seinem Namen macht er fast täglich alle Ehre. 😉

Sie können Lauser mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Pippilotta

Pippilotta kam 2019 zusammen mit einer 10-köpfigen Schaffamilie zu uns. Die Schafe waren teilweise unterernährt und lebten unter nicht tiergerechten Bedingungen. Sie wurden deshalb von einem Tierschutzverein für Katzen in Obhut genommen, wo sie aber nicht bleiben konnten.  Daher haben wir die Familie aufgenommen und liebevoll aufgepäppelt. Doch etwas wussten wir nicht: Pippilotta war bereits schwanger zu uns gekommen und wenige Monate nach ihrer Ankunft hat sie den kleinen Kurt geboren.

Die liebevolle Mama Pippilotta hatte sich zuvor nichts anmerken lassen und aufgrund der Winterwolle haben wir auch ihren Babybauch nicht bemerkt. Früh morgens entdeckten wir das gerade geborene Baby, sie hatte alles ganz allein geschafft und ohne unsere Hilfe entbunden. Als wir in den Stall kamen, stand der Kleine bereits auf seinen Beinchen, zwar noch wackelig, aber er stand. Der kleine Kurt wurde leider nur fünf Jahre alt. Er hatte einen Harnröhrenverschluss, der ihm leider das Leben kostete. Aber er hatte schöne Jahre auf dem Erdlingshof, in Sicherheit und Geborgenheit.

Sie können Pippilotta mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Sarah

Sarah, das einsame Schaf vom Steinbruch, konnte in einer mehrtägigen Rettungsaktion in Sicherheit gebracht werden.

Wochenlang irrte das verlassene Schafmädchen auf dem weitläufigen Gelände umher und rief nach ihrer Familie, wie die Lokalpresse berichtete.

Vermutlich war sie zuvor von ihrer Herde getrennt worden, doch zu wem sie gehörte und wie sie in den Steinbruch kam, ist bis heute eine Rätsel.

Link zum Video von Sarahs Rettung

Im Rahmen der Rettungsaktion ist ein Video von Sarahs Geschichte und Ankunft auf dem Erdlingshof entstanden.

Dank Schafsdame Klärchen und einer selbst gebauten Fanganlage gelang es uns, Sarah anzulocken und in ihr neues Zuhause auf dem Erdlingshof zu bringen.

Auch die Zeitung berichtete über die erfolgreiche Rettungsaktion.

Nun lebt Sarah gemeinsam mit den anderen Schafen und Ziegen auf dem Erdlingshof und hat endlich wieder eine Familie und den Schutz einer Herde.

Benannt wurde sie übrigens nach unserer ehrenamtlichen Helferin Sarah, die uns jede Woche bei der Tierversorgung auf dem Hof unterstützt. Sie hatte den Artikel über das „schreiende Schaf vom Steinbruch“ in der Zeitung gefunden und uns informiert.

Sie können Sarah mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

 

Winnie

Winnie ist das größte Schaf auf dem Erdlingshof. Er ist sehr lieb, aber auch scheu. . Er kommt zwar gerne, um sich ein Leckerli zu holen, danach flitzt er aber auch schnell wieder davon. Winnie kam mit Pippilotta und den anderen Schwarznasen zu uns, ist aber vermutlich ein Bergschaf oder Bergschaf-Mix.

Sie können Winnie mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Aaron

Aaron ist sehr menschenbezogen und läuft einem hinterher wie ein Hund. Er hat einen fröhlichen Charakter, ist sehr liebesbedürftig und lässt sich gerne streicheln. Er mag auch liebend gern Spaziergänge im Wald, z. B. zusammen mit Lauser oder Albert. Er vertraut uns Menschen sehr.Aaron gehört zur „Schwarznasen-Familie“, die Geschichte ist bei Pippilotta nachzulesen.

Sie können Aaron mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Timmy

Timmy kam als kleines Jungschaf auf den Erdlingshof. Heute ist er ein vollwertiges Mitglied der Herde, den Kontakt zu Menschen mag er aber nicht besonders. Wir freuen uns natürlich trotzdem sehr, dass Timmy bei uns ist und sich wohlfühlt. Timmy gehört zur „Schwarznasen-Familie“, die Geschichte ist bei Pippilotta nachzulesen.

Sie können Timmy mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Ida

Ida ist eines unserer zutraulichsten Schafe. Wenn Menschen kommen, die möglicherweise sogar etwas zu essen dabei haben, steht Ida schon direkt parat und wartet neugierig. Sie ist sehr zahm und lässt sich gerne kraulen. Auch sie gehört zur „Schwarznasen-Familie“, deren Geschichte bei Pippilotta nachzulesen ist.

Sie können Ida mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Albert

 

Albert ist sehr menschenbezogen, da er mit der Flaschen großgezogen wurde. Seine Hörner weiß er gut einzusetzen. Albert ist ein sog. Heidschnucken-Schaf und bekommt lange herunterhängende Wolle.

Sie können Albert mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Thea und Nora

Thea allein zu fotografieren, ist nicht so einfach, weil sie fast nur im Pulk unterwegs ist und mit Menschen nicht so viel Kontakt haben möchte. Genau wie Nora, die mit Thea befreundet ist. Beide sind sog. Schwarznasen-Schafe, die mit der Pippilotta-Gruppe zu uns gekommen sind (Geschichte bei Pippilotta zu lesen).

Auch Nora ist eher zurückhaltend und lieber mit anderen Schafen unterwegs, als mit Menschen Kontakt zu haben. Aber das ist ja auch in Ordnung, denn auf einem Lebenshof darf jedes Tier so sein, wie es gerne mag. Ohne Zwang und ohne Menschen gefallen zu müssen.

Wenn Sie Thea oder Nora unterstützen möchten, können Sie gern eine Patenschaft übernehmen.

Stella

Stella ist auch ein Schwarznasen-Schaf und kam mit Pippilotta und Co. zu uns. Sie ist sehr zutraulich, obwohl sie schon einiges an Behandlungen über sich ergehen lassen musste. Wir mussten ihr leider den Schwanz amputieren lassen, weil sie ihn nicht richtig heben konnte und dadurch immer wieder Verschmutzungen und Entzündungen im Genitalbereich hatte. Sie hat davon aber nicht viel gemerkt, denn es wurde selbstverständlich mit Betäubung und anschließender Schmerzmittelgabe gemacht.

In der Schafzucht werden die Schwänze von Lämmern in der Regel ohne Betäubung kupiert, was sehr schmerzhaft sein kann. Das Tierschutzgesetz erlaubt aber das Kupieren der Schwänze, wenn die Lämmer nicht älter als 8 Tage sind.

Wenn Sie Stella symbolisch unterstützen möchten, können Sie gern eine Patenschaft für sie übernehmen.