Die Schafe

Die Schafe leben zusammen mit den Ziegen in einer Gemeinschaft. Sie bewohnen ganzjährig eine große Wiese mit einem eigenen extra für sie errichteten Kletterhügel und können sich bei schlechtem Wetter oder wenn sie Ruhe möchten, in ihr Haus zurück ziehen.

Sarah

Sarah, das einsame Schaf vom Steinbruch, konnte in einer mehrtägigen Rettungsaktion in Sicherheit gebracht werden.

Wochenlang irrte das verlassene Schafmädchen auf dem weitläufigen Gelände umher und rief nach ihrer Familie, wie die Lokalpresse berichtete.

Vermutlich war sie zuvor von ihrer Herde getrennt worden, doch zu wem sie gehörte und wie sie in den Steinbruch kam, ist bis heute eine Rätsel.

Link zum Video von Sarahs Rettung

Im Rahmen der Rettungsaktion ist ein Video von Sarahs Geschichte und Ankunft auf dem Erdlingshof entstanden.

Dank Schafsdame Klärchen und einer selbst gebauten Fanganlage gelang es uns, Sarah anzulocken und in ihr neues Zuhause auf dem Erdlingshof zu bringen.

Auch die Zeitung berichtete über die erfolgreiche Rettungsaktion.

Nun lebt Sarah gemeinsam mit den anderen Schafen und Ziegen auf dem Erdlingshof und hat endlich wieder eine Familie.

Ihre beste Freundin ist Klärchen, doch auch mit den übrigen Herdenmitgliedern versteht sie sich gut. Es ist kaum zu übersehen, wie sehr Sarah die Gesellschaft von anderen Schafen gefehlt hat.

Benannt wurde sie übrigens nach unserer ehrenamtlichen Helferin Sarah, die uns jede Woche bei der Tierversorgung auf dem Hof unterstützt. Sie hatte den Artikel über das “schreiende Schaf vom Steinbruch” in der Zeitung gefunden und uns informiert.

 

Auch Sie können Sarah mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

 

 

Benedikt

BenediktBenedikt lebte zusammen mit seiner Familie bei einer älteren Frau auf ihrem Grundstück. Es gab keinen Zaun, aber die Schafe blieben immer in der Nähe des Hauses.

Benedikt ist jung und hin und wieder auch etwas ungestüm und frech, wie es junge Schafe nun mal sein können. Er hatte die Frau eines Tages umgerannt und sie fiel so unglücklich, dass sie sich eine Rippe anbrach und den Kopf aufschlug, so dass sie blutete. Von da an hatte sie große Angst vor Benedikt. Sie sagte, er sei sehr aggressiv und unberechenbar und sie traute sich nicht mehr aus dem Haus.

Da er frei umher laufen konnte, stufte man ihn als Gefahr ein

– gefährlich für Wanderer, denn ganz in der Nähe führte eine Wanderroute vorbei

– gefährlich für Autofahrer der angrenzenden Bundesstraße und

– gefährlich für Nachbarn.

Benedikt2Da sich niemand an ihn ran traute, gab das Landratsamt ihn offiziell zum Abschuss frei. So schnell wie möglich sollte dies geschehen. Ein Jäger sollte ihn töten.

Niemand prüfte vorher nach, ob Benedikt tatsächlich aggressiv ist. Niemand machte der Halterin die Auflage, einen Zaun um das Grundstück zu errichten, so dass die Herde nicht mehr frei umher laufen kann. Ohne weitere Prüfung wurde sein Urteil gefällt – sein Todesurteil!

Als wir davon erfuhren, hatten wir nicht viel Zeit und mussten sofort handeln. Wir fuhren zu dem Hof, auf dem Benedikt lebte. Wir wussten nicht, was uns erwartete und wie schwierig sich das Einfangen gestalten würde. Es wurde uns geraten, ihn mit einem Betäubungsgewehr einzufangen, doch wir versuchten es auf unsere Weise. Die Herde konnte recht zügig in ein Gebäude gelockt werden und Benedikt ließ sich ohne Widerstand einfangen. Er folgte uns auf den Anhänger, aber seine Familie blieb zurück.

Auf dem Erdlingshof angekommen, stellten wir fest, dass sein Horn eingewachsen war. Es drückte an die Schläfe und bohrte sich seitlich in den Schädelknochen. Wir vermuteten, dass er durch den Dauerdruck Schmerzen hatte. Unser Tierarzt sägte unter Betäubung das Horn ab und Benedikt war befreit. Bei der Untersuchung wurde weiterhin festgestellt, dass er eine Verletzung von der Schermaschine im Genitalbereich hatte, die gleich mitbehandelt wurde. Ob seine angebliche Aggressivität etwas mit dem möglichen Dauerschmerz durch das Horn zu hatte, wissen wir nicht.

Er trauerte viele Tage um seine verlorene Familie und rief oft nach ihnen. Inzwischen hat er viele Freundschaften geschlossen und ist ein fester Teil der Herde geworden. Er ist stets gut gelaunt und stupst uns auch mal an, wenn er gestreichelt werden möchte. Er ist sehr verschmust und das anhänglichste Schaf vom Erdlingshof und folgt uns überall hin. Wir sind sehr glücklich, dass wir Benedikts Leben retten konnten. Denn sonst wäre er jetzt tot – unschuldig erschossen!

Auch Sie können Benedikt mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Hanni und Nanni

 

Hanni und Nanni sind sehr eng miteinander verbunden und machen eigentlich alles gemeinsam. Selbst ihre Bewegungen sind oft fast synchron und sie passen gut auf einander auf.

Auch Sie können Hanni und Nanni mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

Klärchen

Klärchen

 

Klärchen lebte bei derselben Schäferin wie Tommy und sollte als “Osterlamm” getötet werden. Aber anstatt an Ostern auf einem Teller zu liegen, lebt sie nun auf dem Erdlingshof.

 

Auch Sie können Klärchen mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.

 

Linda

Linda hat ihre Familie durch mehrere Hundeangriffe verloren. Als einzige Überlebende blieb sie verängstigt und einsam zurück. Da ihre Sicherheit vor erneuten Angriffen nicht garantiert werden konnte, beschlossen wir, ihr auf dem Erdlingshof ein neues Zuhause zu geben.

Linda ist eine kleine Naschkatze und freut sich daher ganz besonders über süßes Obst.

Auch Sie können Linda mit einer Tierpatenschaft helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Mitgefühl und Gerechtigkeit unterstützen.