Goofy

Vorbemerkung: Wir wissen, dass Goofys Geschichte sehr stark emotionalisieren kann.
Bitte bleiben Sie aber trotzdem stets freundlich und sachlich in Ihrer Kommunikation.

Die Geschichte einer abenteuerlichen Rettung

Im Juni 2019 startet eine Schulklasse aus Hamburg zur Klassenfahrt nach Österreich. Zufällig können sie bei der Geburt eines kleinen Stierkalbs dabei sein. Und sie dürfen ihm sogar einen Namen geben: Sie nennen ihn Goofy. Als sie von dem Milchbetrieb hören, dass Goofy schon bald getötet werden soll, gehen bei ihnen alle Alarmglocken los. Sie schmieden einen Plan, wie sie Goofy retten und nach Hamburg holen können. Dafür vereinbaren sie eine Kooperation mit dem Museumsdorf Volksdorf. Das Museumsdorf will zeigen, wie traditionelle Landwirtschaft funktioniert. Bestandteil der Abmachung ist, dass die Schulklasse in alle Aspekte rund um die Betreuung eingebunden werden soll und tatkräftig mithilft. Und dass Goofy nach etwa einem Jahr getötet werden soll.

Goofy wirbelt zuerst die Klasse auf, dann die Schule, dann ganz Volksdorf. Medien berichten über das Projekt. Einige Beteiligte stellen ihre Ernährung auf vegetarisch oder vegan um. Fächerübergreifend wird das Thema Massentierhaltung diskutiert. Erste Lebenshöfe schicken Einladungen an die Schule. Sie bieten Goofy an, dass er bei ihnen ein sicheres und schönes Leben führen kann. Doch die Schulklasse hat andere Gedanken. Sie wollen zeigen, was es wirklich bedeutet, das Fleisch eines Tiers zu essen. Würden sie Goofy zu einem Lebenshof schicken, während sie selber noch Fleisch essen, wäre das inkonsequent. Dann wäre Goofy zwar gerettet, ein anderes anonymes Tier jedoch müsste an seiner Stelle sterben. Die Menschen sollen spüren, wie ernst die Schlachtung ist.

Was ist der aktuelle Stand?

Lesen Sie hier unser Streitgespräch mit der Schule vom 11.06.2021.

Lesen Sie hier unsere Pressemitteilung vom 10.06.2021.

Am 11.12.2020 fuhren wir nach Hamburg-Volksdorf, um unsere erste Fridays for Goofy Demo durchzuführen und eine Pädagogik zu fordern, die nicht das Töten von Tieren in den Mittelpunkt stellt. Nach der Demo entwickelte sich ein Dialog zwischen Walddörfer Gymnasium und Erdlingshof mit dem Ziel, die unterschiedlichen Perspektiven in einem schriftlichen Streitgespräch zu veröffentlichen und eine gute Lösung für Goofy zu erreichen. Mit der final abgestimmten Version war die Schule jedoch nicht mehr glücklich.

Lesen Sie hier unsere Antwort vom 28.11.2020.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Schule vom 27.11.2020.

Lesen Sie hier unsere Mails an die Schule von November 2019 bis November 2020.

Goofys Schlachtung war für Januar 2021 geplant. Durch massiven öffentlichen Druck sah sich die Schulleitung im Dezember 2020 zum Abbruch des Projekts gezwungen: Goofy soll nun vorerst weiterleben, aber als Zugochse im Museumsdorf Volksdorf eingesetzt werden. Wir befürchten, dass ihm dort als Nutztier nach einigen Jahren ebenfalls die Schlachtung droht. Unter natürlichen Umständen könnte er über 20 Jahre alt werden.

Klicken Sie auf das Bild, um zu unserer Dropbox für Goofy zu gelangen. Die Bilder können unter Angabe der Urheberschaft von der Presse verwendet werden.

Weitere Infos:

2021

Angeln als Schulfach in Mecklenburg-Vorpommern. Nichts für sensible Eltern
Was wird jetzt aus „Goofy“? Verwirrung um Schule
Tierbefreiung: Go for Goofy!

2020

Medien

Vor dem Schlachter gerettet: Goofy, ein Weihnachtsmärchen
Das große Griss um Goofy: Tiroler Jungstier darf vorerst weiterleben
(Vollständiger Artikel hier abrufbar)
Debatte: Das Rind Goofy – leben oder sterben lassen?
„Fridays for Goofy“-Demo: Tierschützer kämpfen für Deutschlands berühmtestes Kalb
“Schlachtung aus pädagogischen Gründen?“ Schulklasse rettet Kalb, damit es kurz danach trotzdem geschlachtet werden kann
Heimat-Echo: Es wird Goofys letzter Winter
Hamburg Journal: Stalldienst der 8d

Youtube und Podcasts

Beautiful Commitment: Interview mit Nicolas Thun vom Erdlingshof
Der unbeliebteste Veganer Deutschlands: Die Schüler wollen Goofy töten lassen ?!?!
Beautiful Commitment: Ein Schulprojekt schlägt Wellen

2019
Stierkalb zieht mit Schülern nach Hamburg

2017
Verharmlosend. AMA erklärte Kindern Fleischproduktion: Bücher werden eingestampft
(Vollständiges Büchlein hier abrufbar)

2015

Schlachthof-Aktion: 5 Tage, 5 Städte

2011
Geschlachtet in der Schule: “Tschüss, liebes Kaninchen”

Blogs
Instagram: Go for Goofy
Instagram: Gameover for Goofy