Ökologische Aspekte

1.) Welche Rolle spielt die Nutztierhaltung in Bezug auf die Klimaerwärmung?

Durch die sogenannte Nutztierhaltung und den Veredelungsprozess über das Tier, um Fleisch und andere tierliche Erzeugnisse zu erhalten, wird ein größerer Ausstoss von Treibhausgasen wie Methan und Kohlenstoffdioxid verursacht, als durch den gesamten globalen Verkehr. Denn die Tiere, die oft unter qualvollen Bedingungen für die in den Geschäften erhältlichen tierlichen Produkte und Fleisch leben müssen, haben natürlich auch eine Verdauung. Anders als früher wird der anfallende Mist aber meist nicht mehr durch Stroh gebunden. Die Gülle wird daher so auf das Feld getragen, aber unsere Böden sind nicht in der Lage so viele Nährstoffe aufzunehmen, sodass 2/3 dieser Gülle in die Atmosphäre entweicht und so maßgeblich für die Klimaerwärmung mitverantwortlich ist. Die Tierindustrie ist daher der Hauptverursacher der Klimaerwärmung und damit der Klimakatastrophe. Alle Änderungen, die zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen, bewirken also nur etwas, wenn auch die Gewohnheiten der Menschen in Bezug auf ihre Nahrungsmittel geändert werden!

2.) Was bedeutet die Nutztierhaltung für unsere Regenwälder?

Um zusätzliche Weideflächen für die Nutztierhaltung zu schaffen werden Regenwälder abgeholzt. Die extensive Nutzung der Böden sorgt dafür, dass diese nach ein paar Monaten nicht mehr genutzt werden können, sodass weitere Bäume gefällt werden müssen. Dadurch wird unsere „Grüne Lunge“ in einem nie dagewesenen Tempo zerstört. Der Lebensraum zahlreicher Tiere wird vernichtet, damit wir unser Wurstbrot essen und unser Glas Kuhmilch trinken können. Dies sollte beim nächsten Einkauf bedacht werden, denn wir alle tragen dazu bei, wie unsere Welt aussieht und tragen eine Mitverantwortung, derer wir uns annehmen sollten.

3.) Was ist mit anderen Ökosystemen? Wie wirkt sich die Nutztierhaltung auf diese aus?

Unsere Weltmeere werden durch die Fischerei, welche im großen Stil stattfindet, zusehends leerer. Das Ökosystem: „Meer“ wird massiv geschädigt, was verheerende Auswirkung auf uns Menschen hat, da die Meere 2/3 des für uns notwendigen Sauerstoffes produzieren. Ohne die Meere könnten wir also nicht leben, umso schlimmer ist es, wie wir mit diesen umgehen. Unsere Meere werden als Mülldeponie für zahlreiche Chemikalien und Plastik missbraucht, diese gelangen dann über die Nahrung zu den Tieren und belasten die in den Meeren lebenden Individuen und darüber hinaus die Menschen, welche sich von diesen Lebewesen ernähren. Menschen, die auf Fisch und andere Tiere aus dem Meer zurückgreifen führen sich diese Gifte dadurch zu. Nicht umsonst wird schwangeren Frauen geraten, Fisch und Meeresfrüchte wegzulassen, da der Quecksilbergehalt so hoch ist, dass er für den Embryo gefährlich werden kann.

Durch die Landwirtschaft gelangen enorme Mengen Ammoniak in die Gewässer, die in diesen zu Ammonium umgewandelt werden und in großen Mengen zu einem Umkippen von Gewässern führen. Da dieser Nährstoff zu einer Verringerung des Sauerstoffgehaltes des Gewässers führt und sauerstoffverbrauchende Algen zahlreich gedeihen lässt, ist irgendwann kein Sauerstoff mehr im See vorhanden, sodass die in ihm lebenden Organismen ersticken. Die Landwirtschaft trägt also mit zu einer Verschlechterung der Gewässergüte bei und hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Artenvielfalt in den verschiedenen Ökosystemen.

4.) Welche Auswirkungen hätte es für die Umwelt, wenn sich mehr Menschen für eine vegane Lebensweise entscheiden?

Zur Zeit gibt es riesige Nutztierherden auf unserem Planeten, die wie oben erläutert einen negativen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Entscheiden wir uns für eine vegane Lebensweise, werden diese nicht von heute auf morgen freigelassen. In so riesigen Massen wird aus Profitgier gezüchtet, aber je mehr sich veganes Gedankengut durchsetzt, desto mehr wird die Nachfrage nach Fleisch und anderen tierlichen Produkten sinken, was dann wiederum einen Rückgang in der Tierzucht nach sich ziehen würde. „Für Mitgefühl entscheiden“ wird irgendwann das tragende Gedankengut sein, was dafür sorgt, dass die verbleibenden Tiere von der Gesellschaft gut umsorgt würden, da die Gesellschaft dann Mitgefühl vor Geschmack und Profit stellt. Wer sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, trägt mit dazu bei, dass sich gesellschaftliche Werte und Normen wandeln.

Wenn immer mehr Menschen auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen, können die nicht mehr benötigten Weideflächen den Wildtieren zurückgegeben werden und wieder zu einem schönen Stück Natur werden.

Wir haben es Tag für Tag in der Hand etwas Positives für unsere Umwelt beizutragen, indem wir auf pflanzliche Lebensmittel zurückgreifen. Damit tun wir uns selbst, den Tieren, den Menschen und unserer Umwelt etwas Gutes.