Die Rinder

Die geretteten Rinder auf dem Erdlingshof stehen symbolisch für alle männlichen Kälber, die den „Abfall“ der Milchindustrie darstellen. Denn damit Kühe genügend Mich „produzieren“, müssen sie jedes Jahr erneut ein Kind zur Welt bringen, was ihnen in der Regel sofort nach der Geburt entrissen wird. Da die männlichen Kälber in der Milchindustrie keine Verwendung finden, werden sie nach einem kurzen Leben in der Mast getötet. Auch Biobetriebe bilden hierbei keine Ausnahme.

Mit unseren Jungs zeigen wir auf, dass das Töten und Schlachten von Rindern und der Konsum von Milchprodukten untrennbar zusammen gehören. Sie alle sind fühlende und liebenswerte Persönlichkeiten – schüchtern, frech, verspielt oder verschmust.

Bruno

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Bruno lebt seit dem Sommer 2016 auf dem Erdlingshof, zusammen in einer Herde mit den anderen Rindern und den Pferden.

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Bruno trifft Benedikt

 

 

 

Er ist eher zurück haltend und hat eine ruhige Art. Für eine Karotte zwischendurch ist er aber immer zu haben. Bruno wurde Anfang 2009 geboren und ist damit der Älteste unter den Rindern.

 

 

Auch Sie können Bruno helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Fairness und Mitgefühl unterstützen. Ganz einfach durch eine Tierpatenschaft.

Ben

Bulli_kleinerMutterliebe – Eine Geschichte von einem geretteten Bullen

Auf einer grünen Wiese wurde an einem sonnigen Tag ein kleines Kälbchen im Schutz einer Kuhherde geboren. Seine Mama war überglücklich, als sie ihren neugeborenen Sohn erblickte. Sie leckte ihn liebevoll ab und umsorgte ihn fürsorglich. Schon nach wenigen Minuten schaffte es das kleine Baby auf wackeligen Beinen zum Euter der Mutter zu gelangen. Sie leckte ihm zärtlich über den

Rücken, während er seine erste Muttermilch trank.

Doch plötzlich wurden die anderen Milchkühe unruhig, denn sie hörten von weitem den Traktor des Bauern kommen. Auch die neu gewordene Mama fing unruhig an zu muhen und versuchte ihr Liebstes weg zu locken, denn sie ahnte, was passieren würde. Bisher durfte noch nie eine Kuhmutter ihr Baby behalten und auch ihr wurden schon zwei Kinder entrissen.

Sie versuchte mit ihrem neugeborenen Sohn zu flüchten, um ihn in Sicherheit zu bringen. Aber der Kleine war einfach noch so wackelig auf den Beinen, dass er immer wieder ins hohe Gras fiel. Schließlich hatte der Bauer sie eingeholt, er war diesmal nicht allein. Bewaffnet mit einer Mistgabel ging er auf die Mutterkuh zu und schaffte es nach einigen Schlägen sie von ihrem Kind zu trennen. Zwei andere Menschen packten ihren Sohn und ließen ihn im Traktoranhänger verschwinden.

Nachdem der Traktor die Weide verlassen hatte, rannte die Mutter ihrem schreienden Kind hinterher und versuchte durch den Stacheldrahtzaun zu kommen, doch es gelang ihr nicht. So schrie sie noch tagelang nach ihrem geliebten Kind und selbst nachts hörte man die verzweifelten Rufe der Mutter. Doch ihre Rufe wurden einfach ignoriert. Denn sie war eine Milchkuh und wurde Tag für Tag an eine Melkmaschine angeschlossen, damit die Menschen ihre Milch bekamen. Damit der Milchfluss nicht versiegte, wurde sie Jahr für Jahr geschwängert und bekam ein Kind, das man ihr jedes Mal sofort nach der Geburt wegnahm.

Nachdem das kleine Kälbchen auf dem Bauernhof angekommen war, wurden ihm als erstes mit einer Zange zwei Ohrmarken in die Ohren gestanzt, was ihm sehr weh tat. Ab jetzt war er nur noch ein Produkt mit der Nummer 01708. Er wurde ganz allein in eine kleine Box gesperrt und bekam nur künstlichen Milchersatz aus einem Plastikeimer zu trinken. Doch er wollte zu seiner Mama und hatte große Angst.

Schon nach zwei Wochen wurde er verkauft und mit einem LKW zu einem Bullenmastbetrieb gebracht. Dort wurde er zusammen mit anderen männlichen Kälbern in eine Bucht gesperrt, die nur aus Beton und großen Eisenstäben bestand. Und auch der Boden war nur aus Beton.

Kalb Nr. 01708 hatte nie die Möglichkeit zu rennen oder mit den anderen Jungs auf der grünen Wiese zu spielen oder sich einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Er war fast sein ganzes Leben lang eingesperrt in einen Käfig aus Beton und Stahl. Denn er sollte genau wie die anderen möglichst schwer werden und je schneller sie zunahmen, desto höher war der Gewinn für den Bauern.

Als Bulle Nr. 01708 über 800 kg wog und damit sein Mastgewicht erreicht hatte, sollte auch er, genau wie alle anderen unschuldigen Bullen, im Schlachthof getötet werden. Denn männliche Rinder geben keine Milch und sind somit für die Milchgewinnung nutzlos.

Doch er hatte großes Glück und wurde gerettet. Sein Weg endete nicht auf dem Schlachthof, sondern stattdessen auf dem Erdlingshof. Hier hat er jetzt ein sicheres Zuhause, wo er mit neuen Freunden in Frieden leben kann. Denn mit den anderen Rindern vom Erdlingshof hat er bereits dicke Freundschaft geschlossen. Gemeinsam toben sie über die Wiesen und genießen das Leben in vollen Zügen.

Auch Sie können Ben helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Fairness und Mitgefühl unterstützen. Ganz einfach durch eine Tierpatenschaft.

Patrik

patrik

Patrik ist verschmust und menschenbezogen, aber auch selbstbewusst und neugierig.

Auch Patrik ist ein Opfer der Milchgewinnung und sollte eigentlich geschlachtet werden. Einfach weil er männlich ist.

 

 

Auch Sie können Patrik helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Fairness und Mitgefühl unterstützen. Ganz einfach durch eine Tierpatenschaft.

 

Florian

florianFlorian wirkt ein wenig ruhiger und zurückhaltender als Patrik, hat es aber auch faustdick hinter den Ohren.

Gerne fordert er Patrik zu einem spielerischen Zweikampf auf, kurze Zeit später liegen die Beiden aber auch schon wieder friedlich beisammen und genießen den Ausblick auf der Weide.

 

Auch Sie können Florian helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Fairness und Mitgefühl unterstützen. Ganz einfach durch eine Tierpatenschaft.

 

Ein Gedanke zu „Die Rinder

  1. Pingback: Die Gscheidhaferl auf dem Erdlingshof | Gym80 Studios - Gscheidhaferlblog

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