Freiheit für Goofy

Die Geschichte einer abenteuerlichen Rettung

Nicolas Thun | Pressesprecher Erdlingshof “Das Engagement der Schülerinnen, Goofy zu retten, finden wir herausragend. Ohne ihr beherztes Eingreifen wäre Goofy als Abfallprodukt eines Milchbetriebs wenige Wochen nach seiner Geburt getötet worden. Umso deprimierender ist es, dass Schulleitung und Museumsdorf Goofys Tötung ebenfalls so resolut einforderten. Nun soll Goofy als Zugochse arbeiten und wird vermutlich nach wenigen Jahren auch getötet. Wir müssen keine Tiere töten, wenn wir uns pflanzlich ernähren. Nur auf einem Lebenshof hat Goofy ein sicheres Zuhause.”

Im Juni 2019 startet eine Schulklasse aus Hamburg zur Klassenfahrt nach Österreich. Zufällig können sie bei der Geburt eines kleinen Stierkalbs dabei sein. Und sie dürfen ihm sogar einen Namen geben: Sie nennen ihn Goofy.

Als sie von dem Milchbetrieb hören, dass Goofy schon bald getötet werden soll, gehen bei ihnen alle Alarmglocken los. Sie schmieden einen Plan, wie sie Goofy retten und nach Hamburg holen können. Dafür vereinbaren sie eine Kooperation mit dem Museumsdorf Volksdorf.

Das Museumsdorf will zeigen, wie traditionelle Landwirtschaft funktioniert. Bestandteil der Abmachung ist, dass die Schulklasse in alle Aspekte rund um die Betreuung eingebunden werden soll und tatkräftig mithilft. Und dass Goofy nach etwa einem Jahr getötet werden soll.

Goofy wirbelt zuerst die Klasse auf, dann die Schule, dann ganz Volksdorf. Medien berichten über das Projekt. Einige Beteiligte stellen ihre Ernährung auf vegetarisch oder vegan um. Fächerübergreifend wird das Thema Massentierhaltung diskutiert.

Erste Lebenshöfe schicken Einladungen an die Schule. Sie bieten Goofy an, dass er bei ihnen ein sicheres und schönes Leben führen kann. Doch die Schulklasse hat andere Gedanken. Sie wollen zeigen, was es wirklich bedeutet, das Fleisch eines Tiers zu essen.

Würden sie Goofy zu einem Lebenshof schicken, während sie selber noch Fleisch essen, wäre das inkonsequent. Dann wäre Goofy zwar gerettet, ein anderes anonymes Tier jedoch müsste an seiner Stelle sterben. Die Menschen sollen spüren, wie ernst die Schlachtung ist.

Freiheit für Goofy: Was ist der aktuelle Stand?

Goofys Schlachtung war für Januar 2021 geplant. Durch massiven öffentlichen Druck sah sich die Schulleitung nun zu einer Pressemitteilung gezwungen: Goofy soll zwar vorerst weiterleben, aber als Zugochse in einem Museumsdorf eingesetzt werden. Wir befürchten, dass ihm dort als Nutztier nach einigen Jahren ebenfalls die Schlachtung droht. Unter natürlichen Umständen könnte er über 20 Jahre alt werden.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Schule vom 27.11.2020.

Lesen Sie hier unsere Antwort vom 28.11.2020.

Lesen Sie hier unsere Mails an die Schule von November 2019 bis November 2020.

Aktiv werden für Goofy: Was können wir jetzt tun?

1. Unterzeichnen Sie die Petition bei change.org. Je mehr Menschen ihre Stimme für Goofys Freiheit erheben, desto höher unsere Erfolgschancen, doch noch ein Happy End für ihn erreichen zu können: https://www.change.org/p/goofy-braucht-unsere-hilfe

2. Malen, schreiben und reden Sie über Goofy. Seien Sie kreativ und erfinderisch. Unter den Hashtags #drawforgoofy und #runforgoofy machen Menschen auf Goofys Schicksal aufmerksam. Wenn Sie Kontakte zur Presse haben, sprechen Sie sie gerne an, ob sie über Goofy berichten möchten. Beteiligen Sie sich, kommentieren und teilen Sie unsere Beiträge bei Facebook und Instagram. Mit einem Klick auf diese Goofy-Zeichnung gelangen Sie zu einigen Bildern, die Sie unter Angabe der Rechte auf Urheberschaft gerne verwenden können.

3. Melden Sie sich beim Veganuary an! Sie bekommen hier kostenfreie Inspirationen rund um viele neue Lieblingsgerichte, für die kein Tier unnötig leiden muss. Je mehr Menschen mitmachen, umso mehr Tiere wie Goofy können vor Leid bewahrt werden: https://veganuary.com/de/jetzt-mitmachen?d=goofy

Bist Du bereit für dein Veganuary-Erlebnis? Probier’s vegan. Diesen Monat.

Weitere Infos:

2020

Medien

Vor dem Schlachter gerettet: Goofy, ein Weihnachtsmärchen
Das große Griss um Goofy: Tiroler Jungstier darf vorerst weiterleben
(Vollständiger Artikel hier abrufbar)
Debatte: Das Rind Goofy – leben oder sterben lassen?
„Fridays for Goofy“-Demo: Tierschützer kämpfen für Deutschlands berühmtestes Kalb
Heimat-Echo: Es wird Goofys letzter Winter
Hamburg Journal: Stalldienst der 8d

Youtube und Podcasts

Beautiful Commitment: Interview mit Nicolas Thun vom Erdlingshof
Der unbeliebteste Veganer Deutschlands: Die Schüler wollen Goofy töten lassen ?!?!
Beautiful Commitment: Ein Schulprojekt schlägt Wellen

2019

Stierkalb zieht mit Schülern nach Hamburg

2018

Der Kuhsong – Wir -Kind und Tier Verein -Text und Musik Meike Bohrer

2017

Verharmlosend. AMA erklärte Kindern Fleischproduktion: Bücher werden eingestampft
(Vollständiges Büchlein hier abrufbar)

2011

Geschlachtet in der Schule: “Tschüss, liebes Kaninchen”

Blogs

Schulblog: Go for Goofy
Instagram: Go for Goofy
Instagram: Gameover for Goofy