In liebevoller Erinnerung

Wir gedenken der ehemaligen Hofbewohner und ihrer Geschichten und sind dankbar, dass wir sie ein Stück ihres Lebensweges begleiten durften. Wir werden sie immer in guter Erinnerung behalten.

Lorenzo

Lorenzo_Ausschnitt

 

Lorenzo wurde aufgenommen, nachdem der Hilferuf eines Mädchens aus der näheren Umgebung kam, die ihn vor ihren eigenen Eltern schützen musste, da diese Lorenzo sonst geschlachtet hätten.

Lorenzo war sehr eng mit Pfiffikus befreundet, die beiden waren unzertrennlich.

 

Jordan

Jordan, AbschiedObwohl alle Schafböcke kastriert waren, hat Klärchen im Februar 2009 zwei Kinder zur Welt gebracht: Brian und Jordan. Es hat sich herausgestellt, dass bei Bobby die Kastration nicht so geklappt hat, wie es vorgesehen war, so dass  Klärchen schwanger wurde, ohne dass wir etwas davon ahnten (inzwischen ist die Kastration  von Bobby wiederholt worden). Dementsprechend groß war die Überraschung, als eines Morgens Jordan und sein Bruder Brian neben Klärchen im Stroh lagen.

Jordan hatte sich schnell zu einem großen und kräftigen Schaf entwickelt und hatte das Glück, die Qualen der konventionellen Tierhaltung nicht miterleben zu müssen.

Mike

kleinIMG_3366Mike war sehr verspielt und bisweilen auch angriffslustig und versuchte gerne, neben anderen Ziegen auch Menschen “auf die Hörner” zu nehmen.

Er war sehr menschenbezogen und konnte auch sehr verschmust sein.

 

Henri

Katze2Der Kater Henri wurde halb verhungert von Tierfreunden gefunden, war zu dem Zeitpunkt völlig abgemagert und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Es stellte sich heraus, dass er eine starke Mundhlen-Entzündung und kaputte, vereiterte Zähne hatte. Deshalb konnte er nichts mehr essen.
Eine Tierfreundin hatte ihn aufgenommen, tierärztlich versorgt und wieder aufge-päppelt. Die Zähne mussten ihm komplett entfernt werden, aber nachdem alles abgeheilt war, ging es ihm zusehends besser.

Henri war sehr auf Menschen fixiert und liebte es, zu schmusen. Gerne saß er bei uns im Büro und genoss es auf der Fensterbank in der Sonne zu dösen. Wollte er lieber gestreichelt werden, krabbelte er einfach auf den Schoß und dort blieb er, bis er sein Ziel erreicht hatte.

Prinz

Prinz

Prinz kam auf einem Demeter-Hof als sogenannter Kümmerling zur Welt. Da diese sich für die Mast nicht rentieren, sollte er schon als Ferkel sterben.

Doch eine beherzte Schulpraktikantin rettete ihn, zog ihn mit der Flasche auf und suchte für ihn ein sicheres Zuhause. Dieses fand Prinz auf dem Erdlingshof.

Aus dem einstigen Kümmerling wurde das größte und schwerste Schwein vom Erdlingshof und auch der Boss der Schweinegruppe.

Gustav

Der Hahn Gustav konnte im April 2015 auf dem Erdlingshof einziehen.

Hahn1Er hatte sich schnell mit den anderen Hühnern angefreundet. Einige der Hennen haben sich direkt zu ihm hingezogen gefühlt und waren stets an seiner Seite zu sehen.

Gustav wurde in Bayern beschlagnahmt und lebte zuvor in erbärmlichen Verhältnissen. Er stammte von einem Hof, der völlig zugemüllt und verdreckt war. Die Betreiber hatten unzählig viele Tiere gekauft, die sie nicht ausreichend versorgten und sich teilweise selbst überlassen waren. Ein besonders schlimmer Fall von Animal Hording, denn auf dem Hof gab es bereits Tote und die Retter kamen in ihrem Fall zu spät. Hahn2

Damit solche Fälle aufgedeckt werden, ist jede_r aufgerufen und in der Pflicht, sofort das Veterinäramt einzuschalten, wenn es den Anschein macht, dass Tiere nicht oder unzureichend versorgt werden.

 

Benno

_DSC0105Der genaue Hintergrund zu Bennos Vergangenheit fehlt uns und ist nur zu erahnen, denn er hatte eine große Verletzung, in die sich schon Maden eingenistet hatten. Dies führte dazu, dass die Wunde immer größer wurde. Benno wurde beschlagnahmt und kam deshalb in ein Tierheim und später zum Hof. Die Verletzung verheilte, doch es blieben große Narben zurück, die mehrere Handflächen groß waren. Dort wuchs keine Wolle mehr. Benno war ein sehr aufgewecktes und manchmal auch freches Schaf und er ließ sich sehr gerne hinter den Ohren streicheln.

Alexandra

AlexandraAlexandra (3.v.l.) war leider kein langes Leben vergönnt.
Sie wurde wie die anderen Hennen, die auf dem Erdlingshof leben, in einer Hühnerfabrik geboren und hat ihre Mutter nie gesehen. Auch sie starb an den Folgen des Eierlegens, ihr Körper war darauf gezüchtet, täglich ein Ei zu legen, auch wenn sie dies auf dem Erdlingshof nicht mehr musste.

Sie hatte nur wenige Monate in Freiheit, die sie aber in vollen Zügen genoss und zusammen mit ihren Freunden unternahm sie täglich Ausflüge auf dem Hof.

Ulla

Ulla_mLUlla hatte kein leichtes Leben. Es begann in einer Hühnerfabrik, wo sie mit Tausenden anderer Leidensgenossen zu Welt kam.
Sie wuchs ohne Mutter auf und musste für die Menschen Eier legen.

Sie wurde im Frühjahr 2015 gerettet und hatte einen schönen Sommer auf dem Erdlingshof. Doch auch sie kämpfte mit den Folgen des täglichen Eierlegens und ihr ausgelaugter Körper konnte schließlich nicht mehr.

Pfiffikus

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Pffifikus wurde im Tierheim entsorgt und fand auf dem Erdlingshof ein neues Zuhause. Er wohnte zusammen mit Lorenzo im Kaninchengehege.  Pfiffikus und Lorenzo waren allerbeste Freunde und ein echtes Dream-Team.

Nach schwerer Krankheit ist Pfiffikus leider viel zu früh von uns gegangen.  Wir waren bis zum Schluss guter Dinge, dass er wieder gesund wird, denn er hatte noch guten Appetit und auch psychisch wirkte er sehr stabil. Auch verbrachte er nach wie vor viel Zeit mit seiner Haarpflege.  Sein Freund Lorenzo war bei ihm, als er für immer eingeschlafen ist.

Sonja

Sonja_mLSonja war sportlich. Sie liebte es, draußen umher zu rennen und von einem Ort zum nächsten zu flattern. Sie war außerdem sehr neugierig und erkundet gerne neue Orte und fremde Gegenstände. Auch fremde Personen fand sie äußerst interessant. Sie war sehr extrovertiert und freundete sich schnell mit anderen Erdlingen an.

 

Marie

20141002_161414 - KopieMarie kam auf einem Ziegenmilchbetrieb zur Welt. Da der Betrieb alle Tiere tötete, die Hörner hatten, sollte auch Marie umgebracht werden. Der Betrieb wollte nur hornlose Tiere in seinem Bestand haben. Marie wurde gerettet und hatte noch viele schöne Jahre. Aufgrund ihrer unheilbaren Krankheit ist sie gestorben. Marie war eine sehr freundliche Ziege, die gerne viel Zeit mit den Schafen verbrachte und mit ihnen schmuste.

 

Jonny

Jonny3Jonny kam zusammen mit Bärli und Blacky aus einer Schule, wo sie zusammen mit ihren Eltern zum Rasenmähen benutzt wurden.

Die männlichen Kinder sollten getötet und zu Fleischwaren verarbeitet werden. Um das zu verhindern, kamen sie sie auf dem Hof. Er gehörte zu den selbstbewussten Schafen, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen ließen.

 

Erika

IMG_7839Erika kam als reinrassige Stute in einem Zuchtbetrieb zur Welt und musste sie schon als Fohlen einiges über sich ergehen lassen. Nicht nur, dass man sie bereits in jungen Jahren von ihrer Mutter trennte, sie wurde auch mit einem glühend heißen Eisen gebrandmarkt. Es handelt sich bei dieser äußerst schmerzhafte Prozedur um eine weitverbreitete Praxis, um ein empfindungsfähiges Lebewesen als persönlichen Besitz zu deklarieren und die Reinrassigkeit auszuweisen.

Erikas Kindheit hatte ein schnelles Ende, als sie bereits im frühen Alter als Kutschenpferd ausgebildet wurde. Sie bekam eine Eisenstange in den Mund gelegt, an der gezogen wurde, wenn sie nicht nach dem Willen ihrer Eigentümer handelte. Ab sofort durfte Erika nur noch die Wege laufen, welche ihre Besitzer für sie im Sinn hatten. Diese führten fast ausschließlich über asphaltierte Wege mit einer schweren Kutsche im Schlepptau, wovon sie immer wieder Scheuerstellen bekam. Mit Freunden über die grünen Wiesen zu laufen, davon konnte sie nur träumen. Versuchte Erika sich gegen ihre Besitzer aufzulehnen, bekam sie regelmäßig die Peitsche und weitere körperliche Gewalt zu spüren.

Erika und Florian_neue WeideMusste Erika nicht gerade eine schwere Kutsche ziehen, stand sie in einem dunklen kalten Stall. Über eine kurze Metallkette war sie fixiert und somit gezwungen, über viele Stunden hinweg und teilweise tagelang auf nichts anderes als die Wand vor ihren Augen sowie die Gitterstäbe rechts und links zu starren. Sie musste auch viele Leidensgenossen kommen und gehen sehen. Denn in ihrem Betrieb für Touristenkutschen wurden neben ihr noch viele andere Pferde eingesperrt. Nicht wenige von ihnen brachen unter der Last der Kutschen oder durch Verkehrsunfälle auf offener Straße zusammen, auch die Presse berichtete über diese Vorfälle.

Die Belastung war für Erika schließlich so groß, dass ihr Huf erkrankte und sie für den Betrieb nutzlos wurde. Das Horn des Hufs löste sich vom Knochen und somit war Laufe für sie praktisch nicht mehr möglich. Anstatt ihr jedoch eine tierärztliche Behandlung zukommen zu lassen, sollte sie daraufhin umgehend getötet werden. Doch dies sollte sich als ihre Rettung herausstellen, denn von diesem Tag an änderte sich für Erika alles. Sie wurde freigekauft und kam auf den Erdlingshof, wo sie von Tierärzten und Hufspezialisten behandelt wurde, sodass ihre Huf heilen konnten. Sie lebte mit ihren neuen Freunden auf grünen Wiesen und konnte fortan selber entscheiden, wann sie rennen, ausruhen, laufen oder kuscheln wollte.

Doch dieses neue Glück konnte sie nicht lange vollständig wahrnehmen, denn sie erkrankte kurz nach ihrer Rettung an einer unheilbaren Augenkrankheit und verlor ihr gesamtes Sehvermögen. Doch mittlerweile hatte sie Anschluss an die Herde gefunden und wurde auch nach ihrer Erblindung als Freundin akzeptiert und wertgeschätzt. Sie lernte mit ihrer Blindheit sogar so gut umzugehen, dass Besucher des Erdlingshofes diese oft gar nicht bemerkten. Ihre letzten Jahre verbrachte sie mit ihren Freunden und konnte ein weitgehend selbstbestimmtes Leben genießen.

Vor einigen Tagen (Dez. 2014) 20141130_113607fanden wir Erika leblosen Körper auf der Wiese. Sowohl die anderen Pferde wie auch unsere beiden Jungbullen trauerten sehr um ihre Weggefährtin. Wir verbinden unseren Nachruf mit dem Wunsch, dass Kutschenpferde möglichst bald der Vergangenheit angehören sollten, da ein solches Leben immer mit Leid, Schmerz und Fremdbestimmung verbunden ist.

Bilder aus Erikas früherem Leben in dem Stall, wo sie immer stand, wenn sie nicht vor eine Kutsche gespannt wurde:

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Original-Bild, rechts Erika, links Sepp

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Original-Bild von Erika

Presseberichte über den Kutschbetrieb, wo Erika ein trauriges Kutschpferdeleben führte:

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Erika und Sepp vor der Kutsche, denn die Beiden kommen aus dem selben Fahrbetrieb. Sepp wohnt noch immer auf dem Erdlingshof. Denn beide wurden freigekauft.

Hauptseite_14.03.2006_TZ

tz vom 14. März 2006_Titelseite: Zeitungsbericht über einen Leidensgenossen von Erika und Sepp aus dem selben Fahrbetrieb.

Fortsetzung_14.03.2006_TZ_Kam

tz vom 14. März 2006 Bericht Fortsetzung (unten links Erika und Sepp vor der Kutsche) Großer Aufschrei um das Pferd Boss und seinen Tod, doch geändert hat sich dadurch nichts. Noch immer rollen Kutschen durch Rothenburg und viele andere Städte.

Artikel_17.10.2005_Rothenburg Stadt und Land_Teil1

Stadt und Land vom 17. Oktober 2005_Teil 1; Bericht über das Drama um den Tod von dem Kutschenpferd Boss

Artikel_17.10.2005_Rothenburg Stadt und Land_Fortsetzung1_Kam

Stadt und Land vom 17. Oktober 2005_Teil 2

Heike

HeikeHeike war Fremden gegenüber eher etwas scheuer. Sie war wachsam und aufmerksam und hatte stets alles im Blick. Sie brauchte Sicherheit und war schnell verunsichert, wenn etwas nicht wie gewohnt ablief. Zu vertrauten Erdlingen suchte sie den Kontakt und unterhielt sich gerne und viel mit ihnen. Viel Zeit verbrachte sie mit Hannah, vielleicht aufgrund ihrer selbstbewussten Ausstrahlung, die Heike ein bisschen fehlte. So lag sie gerne gemeinsam mit Hannah bei einem ihrer ausgiebigen Sonnen- und Sandbäder, wobei sie sich immer viel zu erzählen hatten.

Bueno

IMG_7761Bueno hatte zunächst eine „Karriere“ als Springpferd absolvieren müssen. Bis zuletzt litt er unter den dadurch entstandenen Folgen. Gerade in den hohen Springklassen geht die Springkarriere oft auf die Gelenke und Bänder der Pferde. Leiden sie darunter, ist das häufig ein Grund, warum sie geschlachtet oder an einen Pferdehändler weiter verkauft werden, der dann den letzten Schritt unternimmt. Diese „Karriere“ bedeutet aber nicht nur körperliche Leiden, auch auf die Psyche und das Sozialverhalten hat dies negative Auswirkungen. Nach der Springpferd-Karriere wurde Bueno noch als Reitschulpferd auf einem Reiterhof eingesetzt, wo er an einer ca. einen Meter langen Kette gehalten wurde (sogenannte Ständerhaltung). Von der Kette kam er nur los, wenn er an Reitstunden teilnehmen musste oder ReitschülerInnen ihre Freizeit mit ihm verbringen wollten. Sämtliche Grundbedürfnisse wie freies Bewegen oder soziale Kontakte zu seinen Artgenossen wurden ihm nicht ermöglicht.

Durch seine Vorgeschichte belastete die weitere Nutzung als Reitpferd und die Ständerhaltung seine Bänder und Gelenke weiterhin und führte dazu, dass er auch nicht mehr als Reitpferd eingesetzt werden konnte. Von dem Reiterhof wurde er freigekauft, als es hieß, er solle deshalb geschlachtet werden. Bueno bekam zuvor nur Wertschätzung und Achtung, wenn er Leistung erbrachte. Das hatte sich nun geändert – auf dem Hof wurde er angenommen wie er ist und bekam Wertschätzung und Achtung, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Hier auf dem Hof wurde er tierärztlich wegen der schweren Folgeschäden seiner Nutzung als Reitpferd dauerhaft mit Schmerzmitteln behandelt.

Lukas

lukasLukas war ebenfalls Sohn von Sophie und Jonas und Halbruder von Mike. Er war sehr menschenbezogen und hat regelmäßige Streicheleinheiten sehr genossen.

Da er schwer krank war und keine Chance auf Heilung bestand, entschieden wir vor kurzem ihn von seinen Leiden zu erlösen und haben ihn einschläfern lassen.

 

 

Bärli

baerliBärli hat die gleiche Geschichte wie Jonny. Er war das menschenbezogenste Schaf von allen und ließ sich von Menschen, denen er vertraute, gerne Streicheln. Leider gehörte er nicht mehr zu den Jüngsten und litt unter Arthrose und weiteren Alterserscheinungen, weswegen er Spezialfutter sowie teilweise ärztliche Behandlung benötigte, wenn er unter seiner Arthrose zu sehr litt.

 


Liesel

lieselLiesel war Voltigier- (Turnen auf Pferden) und Kutschpferd auf einem Reiterhof und sollte nur aufgrund ihres Alters zum Metzger kommen, obwohl sie noch fit und lebensfroh war. Sie wurde aber freigekauft und verbrachte einige Jahre auf dem Erdlingshof. Hier wurde sie nicht mehr als Profit- und Sportgerät angesehen, das man einfach verschrotten kann, wenn es nicht mehr modern genug oder wirtschaftlich genug ist. Liesel war sehr gutmütig und kam in der Herde gut zurecht, gerade Friedrich gehörte zu ihren besten Freunden.

Friedrich

friedrichFriedrich wurde, bevor er freigekauft wurde, an einer etwa einen Meter langen Eisenkette in einem alten Kuhstall gehalten. Durch die ständige Langeweile in der Gefangenschaft entwickelte Friedrich eine chronische Verhaltensstörung, so dass er mit Luftschlucken begann (koppen).  Sein Stall war sehr dunkel und niedrig, es handelte sich um Ständehaltung, also enge Buchten. Den Kontakt zu seinen Artgenossen konnte er fast nur durch Gitterstäbe pflegen. Die Luft in den Stallungen war so schlecht, dass es in seinem Fall zu Atemproblemen führte. Bewegung erhielt er so gut wie nur, wenn es wieder hieß: „Reitstunde!“. Friedrich wurde lange Zeit als “Reitschulpferd” eingesetzt. Aufgrund der später auftretenden Atemprobleme konnte er dann jedoch nicht mehr für den Reitunterricht benutzt werden und sollte deshalb zum Metzger.

Durch Zahlung des Schlachtpreises kam er schließlich auf den Erdlingshof. Nachdem er durchgängig Zugang zu frischer Luft hatte, verbesserte sich seine Atmung zusehends. Einige Jahre benötigte er keine Medikamente, die Atmung fiel ihm nur dann schwer, wenn er galoppierte. Einige Zeit brauchte er jedoch fast durchgehend schleimlösende Medikamente, die er tierärztlich verschrieben bekam, da er ansonsten nur schwer Luft bekam. Dank einiger Untersuchungen wurde schließlich herausgefunden, dass Friedrich allergisch auf verschiedene Pollen und Stäube (z. B. Heustaub) reagierte. Wir vermieden daher Staubkontakt so gut wir konnten. Das bedeutete z. B., dass Friedrich keinerlei trockenes Heu mehr bekam, sondern nur Gärheu oder zuvor eingeweichtes Heu. So war Friedrich bald nicht mehr anzumerken, was er einmal für schwere Atemprobleme hatte.

Alfi

alfiAlfi war etwas tollpatschig und sehr verspielt. Insbesondere mit Bonzy, in die er total vernarrt war, konnte er ewig spielen. Er war freundlich zu allen, auch zu Monti, der leider immer wieder eingriff, wenn Alfi und Bonzy am Spielen waren. Alfi hätte liebend gerne Kaninchen, Hühner, Mäuse oder andere Tiere gejagt, wenn wir das nicht unterbunden hätten. Er verbrachte täglich viel Zeit damit, vor dem Zaun zu sitzen, der die Kaninchen und Hühner sicher von den Hunden trennt, um diese zu beobachten.

Leider war er von einer Hornhautentzündung (Keratitis) betroffen, bei der sich UV-Licht negativ auf die Hornhaut auswirkt und letztendlich Blindheit verursachen kann. Dagegen erhielt Alfi eine lebenslängliche Behandlung.

Alfi liebte sein veganes Futter und konnte davon nicht genug bekommen. Kira teilte ihr Futter deshalb auch gerne mit ihm. Die beiden spielten gerne und viel zusammen. Wobei Kira auch schon mal mit ihm schimpfte, wenn er mal wieder über sie stolperte.

Blacky

blackyBlacky litt aufgrund seines Alters am stärksten unter Arthrose und weiteren Alterserscheinungen, weswegen er ebenso wie sein Bruder Bärli Spezialfutter sowie teilweise ärztliche Behandlung benötigte, wenn er unter seiner Arthrose zu sehr litt.

Blacky war scheu wie ein Reh und mochte auf keinen Fall, dass man ihm zu nah kam, geschweige denn anfasste. Er ging dann sofort in die Flucht, da wir dies respektierten, kamen wir mit ihm aber prima zurecht.

 

Renate

2014-06-11 17.27.06Renate war die Gemütliche. Ruhig und sanftmütig kam sie mit allen Hühnern gut zurecht. Renate mochte Heike besonders gerne und unternahm viel mit ihr und Hannah. Wenn Heike und Hannah mit ihrer umtriebigen Art manchmal ganz schön auf die Nerven fielen, gackerte Renate die beiden empört an. Was die beiden dann auch akzeptierten und sich zusammen zurückzogen, um weiteren Unfug zu treiben.