Die Kaninchen

 

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Die Kaninchen bewohnen ein zweistöckiges Häuschen mit einem großen, abwechslungsreich gestalteten Außengehege.

Tagsüber können sie selbst entscheiden, ob sie sich ins Haus zurückziehen oder lieber draußen herum hoppeln möchten. Im Außengehege können sie buddeln, auf der Wiese Gras rupfen oder einfach nur im Schatten unter einem Baum dösen. Über eine eingebaute Katzenklappe können sie selbstständig in ihr Haus oder wieder hinaus gelangen.

Joy und Emma, die ehemaligen „Versuchs“kaninchen

Eine Geschichte aus einem Versuchslabor  

Jeden Morgen geht das grelle Licht im Laborraum mit der Nr. 122 an. Nur wenige Minuten später betreten an diesem Tag Menschen in weißen Kitteln den Raum. Schlagartig verbreitet sich Unruhe unter den Kaninchen, deren Augen sich noch nicht an das grelle Licht der Neonröhren gewöhnt haben. Sie alle haben ihre erste Nacht in diesem Zimmer verbracht. Sie sind zu mehreren in einen engen Metallkäfig gesperrt, dessen Boden nur aus einem harten Gitterrost aus Edelstahl besteht. Durch ihr Körpergewicht drücken sich die Gitterstäbe des Käfigbodens tief in die Haut der Tiere.

Versuchskaninchen

Weitere Infos finden Sie bei: www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Die Kaninchen werden an diesem Morgen der Reihe nach mit Ohrmarken versehen, um sie für den bevorstehenden Tierversuch auseinander halten zu können. Das kleine Herz des Kaninchenmädchens mit der Nr. 36 klopft vor Angst noch immer so sehr, dass es den Schmerz vom Durchstanzen des Ohres schon wieder verdrängt hat, als eine Hand es erneut packt. Diesmal wird sie in einen Fixierungskasten einklemmt, so dass nur noch ihr Kopf heraus ragt. Nr. 36 wehrt sich nicht, denn sie ist wie gelähmt vor Angst, als eine Hand eines ihrer Augenlider aufreißt und eine Flüssigkeit in ihr Auge träufelt. Sie sieht zunächst alles verschwommen, doch dann verspürt sie einen stechenden Schmerz in ihren Augen, der immer stärker wird. Sie versucht sich zu befreien, doch es gelingt ihr nicht. Dann versucht sie mit der Pfote an ihre Augen zu kommen, um dem Schmerz los zu werden, doch auch das schafft sie nicht, denn ihr ganzer Körper ist immer noch fest eingeklemmt. Diese qualvolle Prozedur, wird mehrmals täglich an ihr und ihren Leidensgenossinnen durchgeführt. Sie erleiden dabei täglich erneut diese Qualen. Nur nachts im Dunklen beruhigen sich ihre Augen ein wenig, doch wenn morgens das grelle Licht wieder angeht, fangen ihre Augen sofort wieder an zu brennen.

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Auf dem Bild ist die Ohrmarke von Joy deutlich zu sehen.

Eines Tages passiert für die beiden Kaninchen mit der Nr. 36 und 72 ein Wunder, denn sie werden von dem Ort des Grauens befreit. Ohne diese Rettung wären sie inzwischen vom Labor getötet und entsorgt worden, so wie es mit fast allen „Versuchs“ tieren geschieht, wenn die Versuche beendet oder ihre Körper am Ende sind.

Wir freuen uns, dass wir zwei geretteten ehemaligen „Versuchs“kaninchen auf dem Erdlingshof ein sicheres Zuhause geben können und hoffen, dass sie sich von den Folgen der Versuche gut erholen werden. Die Ohrmarken haben wir natürlich entfernt, denn Nr. 36 und 72 heißen jetzt Joy und Emma.

Auch Sie können Joy und Emma helfen und den Erdlingshof bei seiner Arbeit für mehr Fairness und Mitgefühl unterstützen. Ganz einfach durch eine Tierpatenschaft.

Neuen Kaninchen

Emma und Joy